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21.6.2018 : 0:51 : +0200

Raiffeisenmuseum hat 5000 Besucher

28.3.2008 ]
Ehemaliges Wohnhaus des Genossenschaftsgründers lockt nach wie vor Gäste aus aller Welt an

FLAMMERSFELD. 5000 Menschen haben es inzwischen besucht - das Raiffeisenmuseum in Flammersfeld, das seit fast zwei Jahrzehnten einen Einblick ins Leben und Schaffen des Genossenschaftsgründers gibt. Die gute Seele der Wohn- und Dienstgebäude Raiffeisens ist Werner Schmidt. Seit über zehn Jahren kümmert sich der ehemalige Flammersfelder Ortsbürgermeister um das schmucke Haus und bietet überdies interessante Führungen für die zahlreichen Besucher an.

Das Raiffeisen-Wohnhaus ist nach wie vor im Besitz einer Düsseldorferin. Die Gemeinde mietete es jedoch in den 1990er-Jahren an und richtete es als Museum ein. Seitdem sind dort das Dienstzimmer, das Wohnzimmer, der Schlafraum, die Küche und der Flur zu sehen. Dabei sind die Räume wie zu Raiffeisens Lebzeiten eingerichtet. Auch ein Teil der persönlichen Hinterlassenschaften des berühmten Westerwälders zeigt Werner Schmidt seinen Besuchern: Unter anderem werden dort Raiffeisens Stehpult, sein Harmonium, viele handgeschriebene Schriftstücke, eine Lupe und seine Brille mit Etui ausgestellt. Andenken, die schon Gäste aus den USA, Indien, Russland, Skandinavien oder Südamerika bewundert haben.

Für Werner Schmidt ist die Betreuung des Museums mehr als ein Hobby: In seiner aktiven Zeit verlegte er sein Dienstbüro vom Bürgerhaus hierher, um seine Verbundenheit zu Raiffeisen zu zeigen. "Heute finden hier sogar standesamtliche Trauungen statt", berichtet der Museumsvater stolz. Unterstützt bei der Pflege wird Schmidt von den Mitarbeitern der Orts- und Verbandsgemeinde. Abgerundet werden die Führungen von einem Rundgang durch den angrenzenden Bauern- und Kräuter-garten.

Quelle: Rhein-Zeitung - Ausgabe Region Altenkirchen vom 28.03.2008, Seite 18.
Autor: (at)